Haarhygrometer
Das Haarhygrometer ist eine der ältesten Methoden der Feuchtemessung. Die Länge der Haare ändert sich in Abhängigkeit der Umgebungsfeuchte. Diese Änderung der Länge wird über eine Mechanik als relative Feuchte zur Anzeige gebracht.
Vorteile:
- Einfache, in der Anschaffung preiswerte Messtechnik
- Low-Cost-Anwendungen
Nachteile:
- Hoher Wartungsaufwand
- Häufiges Regenerieren der Haare
- Einsetzbar nur von 15 % bis 85 %rF und bis max. 50 °C
- Sehr hohe Ungenauigkeiten, nicht definierbar
- Langsame, träge Messung
Taupunktspiegel
Ein Spiegel wird so lange abgekühlt, bis er beim Erreichen der Taupunkttemperatur beschlägt. Das Beschlagen des Spiegels wird überwacht und damit der Taupunkt bestimmt.
Vorteile:
- Großer Messbereich
- Hohe Genauigkeit
Nachteile:
- Aufwändiges, teures Messverfahren
- Nicht netzunabhängig
- Hohes Gewicht (kein tragbares Messgerät)
- Sehr genaue Temperaturmessung erforderlich
- Langsame Angleichzeit
- Große Tischgeräte
Kapazitiver Feuchtesensor
Ein Kondensator ändert seine Kapazität in Abhängigkeit von der Umgebungsfeuchte.
Vorteile:
- Preiswerte, schnelle und präzise Messung (bis zu ±1 %rF)
- Große Mess-Spanne (0...100 %rF, -40...+180°C)
- Langzeitstabil
- Kleine, tragbare Messgeräte
Nachteile: keine
Einsatzgebiete
Reinraum-Kontrolle, Klimaüberwachung, Heizungstechnik, Lüftungstechnik, Referenzmessgerät, Messung in Klimaschränken, Bestimmung der Feuchte in Ab- und Zuluft, Taupunkt-Abstands-Ermittlung, Messen der Materialsausgleichsfeuchte, Überprüfen des Raumklimas, Reinraumtechnik, Produktionskontrolle, Lagerhallen, Wohn- und Büroräume, Schwimmbäder, Museen, Gebäude-Klima-Kontrolle, Wohnraum-Klima-Messung, Lagerhallen-Klima-Messung
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